Versuchsergebnisse

Die landwirtschaftliche Prüfung der e-ventus® Beizung erfolgte durch unabhängige Unternehmen und Landwirte in der Praxis. Allein im Freiland wurden hunderte Versuche auf dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik sowie in mehreren europäischen Ländern angelegt. In 2002 startete die Produktion von e-ventus® Getreidesaatgut bei der BayWa AG.

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Wirkung gegen Pathogene

Das Hauptziel einer Saatgutbehandlung liegt in der Eliminierung der samenbürtigen Pathogene, da diese in späteren Entwicklungsstadien der Pflanze schwer oder nicht mehr bekämpft werden können. Am Getreidesaatgut sind dies die Brandkrankheiten, insbesondere tilletia tritici (syn. T. caries), und die Streifenkrankheit der Gerste (drechslera graminea). Weitere, nicht ausschließlich samenbürtige Pathogene, insbesondere Erreger von Auflaufkrankheiten, sind ebenfalls durch Saatgutbehandlung zu bekämpfen. Zu diesen Komplexen gehören Fusarium-, Septoria-, Alternaria- und Phoma-Arten sowie bakterielle Erreger. Ein Überblick über untersuchte Wirt-Pathogen-Kombinationen bei Getreide und die erreichte Wirkung ist nachfolgend dargestellt.

Frucht Erreger Wirkung
Winterweizen Steinbrand (tillecia spp.) 4
  Blatt- und Spelzenbräune (septoria nodorum) 3 bis 4
  Fusariosen (Schimmelpilze) 2 bis 3
  Schneeschimmel (microdochium nivale) 2 bis 3
  Blattflecken (septoria spp.) 3 bis 4
Wintergerste Streifenkrankheit (drechslera graminea) 3
  Netzfleckenkrankheit (drechslera teres) 3 bis 4
  Schneeschimmel (microdochium nivale) 2 bis 3
  Fusariosen (Schimmelpilze) 2 bis 3
Sommergerste Streifenkrankheit (drechslera graminea) 3
  Schneeschimmel (microdochium nivale) 2 bis 3
  Fusariosen (Schimmelpilze) 2 bis 3
Winterroggen Stängelbrand (urocustis occulta) 3 bis 4
  Fusariosen (Schimmelpilze) 2 bis 3
  Schneeschimmel (microdochium nivale) 2 bis 3
Triticale Stängelbrand (urocustis occulta) 3 bis 4
  Schneeschimmel (microdochium nivale) 2 bis 3
  Fusariosen (Schimmelpilze) 2 bis 3

0 = keine, 1= geringe, 2 = mittlere, 3 = gute, 4 = sehr gute Wirkung

Als weiteres Ergebnis der über viele Jahre durchgeführten Feldversuche wurde gezeigt, dass der Einfluss einiger bodenbürtiger Pathogene bisher meist überschätzt wurde. Mit e-ventus-Saatgut ist es zu keinem Zeitpunkt zu ertragsrelevanten Erkrankungen durch bodenbürtige Erreger gekommen, obwohl ein „Beizhof“ im Boden, wie er für die chemischen Beizmittel häufig angenommen wird, nicht vorhanden ist.

Ringversuche mit Getreidesaatgut

Für den Einsatz der e-ventus®-Beizung in der landwirtschaftlichen Praxis sind Ringversuche der Pflanzenschutzämter besonders wichtig. Nachfolgendes Beispiel zeigt Parzellenversuche (Einzelparzelle > 10 m²) an neun Standorten in acht Bundesländern. Der Vergleich erfolgte mit jeweils einer unbehandelten Kontrolle und einer chemisch gebeizten Variante. An allen Standorten betrug der e-ventus®-Wirkungsgrad 90 – 100 %. Die Ertragsermittlung ergab an allen Standorten keine Unterschiede zur chemischen Beizvariante.

Diagramm: Wirkung der e-ventus® Beizung gegen Tilletia tritici an Winterweizen, Ringversuch

Wirkung der e-ventus®-Beizung gegen tilletia tritici an Winterweizen, Ringversuch

Versuche der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft

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Die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft hat im Rahmen eines Forschungsprojektes die e-ventus® Beizung mit selektiven und allumfassenden chemischen Beizen verglichen. Nachfolgende Abbildungen zeigen Ergebnisse von Großparzellenversuchen mit Winterweizen und Wintergerste.
(Quelle: Dressler et al., 2008).

Diagramm: Vergleich der Erträge in Großparzellenversuchen mit Winterweizen

Vergleich der Erträge in Großparzellenversuchen mit Winterweizen

Diagramm: Vergleich der Erträge in Großparzellenversuchen mit Wintergerste

Vergleich der Erträge in Großparzellenversuchen mit Wintergerste

Getreidesaatgut
Getreidesaatgut